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Salz in der Suppe

Vor einigen Jahren war ich stiller Beobachter folgender Szene. In einem Restaurant in Paris saßen 4 Männer bei einem Geschäftsessen. Kaum hatte der Kellner die Hauptspeise serviert, zückte jeder der Männer eine kleine Schatulle. Meine erste Vermutung bestätigte sich nicht, denn allem Anschein nach schien es sich bei dem Inhalt um nichts anderes als Salz zu handeln.

Diese Begebenheit liegt einige Jahre zurück. Ich erspare mir an dieser Stelle einen Verweis auf französische Esskultur. Dennoch. Bei uns wäre eine solche Szene bis heute nur schwierig vorstellbar. Dabei ist es auch bei uns populär geworden, dem Salz ein besonderes Augenmerk zu schenken. Aber warum? Rein chemisch betrachtet ist doch jedes Salz zu 99,999% identisch. Wer mag sich also anmaßen, mit seiner Zunge den Unterschied zu erschmecken?

Und dennoch. Es gibt ihn. Mein absolutes Lieblingssalz stammt aus England und wird in der Maldon-Bay gewonnen. Da sich das kleine Familienunternehmen besser in der Salzgewinnung, als der Namensgebung auskennt, nennt sich das Produkt – oh Wunder – Maldon Salz.

Die Besonderheit. Maldon Salz ist nicht sandkorngroß gemahlen sondern besteht aus großen, flockenartigen Kristallen. Der Geschmack ist weniger „beißend“ sondern sehr aromatisch. Ich nutze diese Salz gerne für Salate. Allerdings hat das Salz auch seinen Preis. 250g kosten ca. 5 Euro.

Die abgebildete Variante wurde übrigens über Eichenspänen geräuchert.

Maldon Sea Salt

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