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Koch des Jahres

Dieter Müller ist unter uns. Auf der Bühne des am Rande des östlichen Berliner S-Bahnrings gelegenen „andel’s Hotel“ klärt er das Publikum über die Vorzüge spanischer Tapas auf. Wer ist Dieter Müller und warum steht er dort? Der Reihe nach.

Dieter Müller ist Koch, einer der besten Deutschlands noch dazu. Seine ruhige, sachliche, fast ein wenig zurückhaltende Art macht ihn zu so etwas wie den Anti-Tim Mälzer. Das hebt ihn ab in einer Branche, in der eher die lauten Töne regieren. Doch Dieter Müller ist nicht gekommen, um des Siegeszug spanischer Tapas weiter voran zu treiben. Als Präsident des Kochwettbewerbes „Koch des Jahres“ wählt er mit weiteren Juroren unter zehn Teilnehmern zwei Sieger aus, die es ins Finale dieses erstmalig ausgetragenen Wettbewerbes schaffen.

Ein Kochwettbewerb? Braucht es das? Mir persönlich sind Auszeichnungen wie „Bester Koch“ oder „Bestes Restaurant“ eher suspekt. Denn Titel werden reichlich, nicht immer aber objektiv vergeben. Nicht selten sind Sponsoren die treibende Kraft für einen Titel.

Dieter Müller beruhigt. Er unterstreicht den Anspruch, den Kochnachwuchs fördern und nicht kritisieren zu wollen. Sämtliche Gerichte werden zudem „blind“ verkostet, ohne zu wissen, wer sie zubereitet hat. Das beruhigt.

Bevor die Sieger bekannt gegeben werden, stehen „Tapas mal anders, Grüße aus der Küche“ auf dem Programm. Spanier – so lernen wir – genießen anstatt Wein am liebsten ein kühles Bier zu ihren Tapas! Dass eine spanische Brauerei diesen Auftritt „ermöglicht“, sei nur am Rande erwähnt.

Wer es ins Finale geschafft hat? Daniel Schöfisch, Chef de Partie des Restaurants Vox im Grand Hyatt Berlin machte das Rennen vor Sebastian Frank, Küchenchef des Restaurant Horvath.

Auszug aus der Laudatio (Quelle: AHGZ online):

Daniel Schöfisch überzeugte mit seinem Menü, welches verschiedene Einflüsse widerspiegelte: So sind in der Vorspeise von Steinbutt und Eismeerlacksforelle mit Ponzuzwiebeln, Taschenkrebs, Wassermelone und Koriander Elemente der asiatischen Küche spürbar. Harmonisch kombinierte er daraufhin Deichlammhüfte mit Fin-de-Claire-Austern, Gin, Gurke und Spargel. Der Wald war Inspiration für das Dessert, bei dem es erdig schmecken sollte: Fichtennadel, Morchel, Kranichbeere an Pumpernickel mit Zitrone und Manjari.“


Koch des Jahres
Dieter Müller
Restaurant Vox
Restaurant Horvath

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